Charakter

Der Mann mit Bäumen»Damit der Charakter eines Menschen wahrhaft außergewöhnliche Qualitäten offenbare, muss man das Glück haben, seine Tätigkeit während vieler Jahre beobachten zu können. Und wenn dieses Tun frei ist von jeglichem Eigennutz und die ihn leitende Idee von beispiellosem Edelmut, wenn ferner sicher feststeht, dass er nirgendswoher Dank erwartet, und wenn er zu dem allem auf der Welt sichtbare Spuren hinterließ, dann hat man unfehlbar einen unvergesslichen Charakter vor sich.«

So beginnt der französische Schriftsteller Jean Giono seine Geschichte “Der Mann, der Bäume pflanzte”, die er 1953 im Auftrag des Magazins «Reader’s Digest» geschrieben hat, die viele Menschen ermutigt hat ihre Vision zu leben.

Es ist der Charakter eines Menschen der einer Vision Gestalt gibt – sie Wirklichkeit werden lässt. Das unterscheidet Visionäre von Träumern.

Die Inflation der Entfernung

C.S. Lewis»Der zutreffendste und schrecklichste Anspruch, der für moderne Fortbewegungsmittel erhoben wird, ist, dass sie Entfernung zunichte machen! Das tun sie. Sie machen eine der herrlichsten Gaben zunichte, die uns geschenkt wurde. Sie sind eine üble Inflation, die der Entfernung den Wert raubt, sodass ein moderner Junge hundert Meilen weit reisen kann, ohne auch nur annähernd ein solches Gefühl der Befreiung, der Pilgerschaft und des Abenteuers dabei zu empfinden, wie sein Großvater es verspürte, wenn er zehn Meilen weit ging.«

~ C.S. Lewis ~

Der Springer muss fliegen…

Bei einem Deutschlandbesuch im Jahre 1991 besuchte Henri Nouwen eine Vorstellung des Zirkus Simoneit-Barum in Freiburg und war völlig hingerissen von der Trapez-Künstler-Companie “The flying Rodleighs”. Seine Begeisterung und Neugier war so groß, dass er sich entschied einige Monate mit der Truppe durchs Land zu ziehen. In einer Tagebucheintragung berichtet er von einem Gespräch, das er mit Rodleigh, dem Leiter der Truppe führte, und was ihn so tief berührte:

weiterlesen

Der nicht gegangene Weg

»Zwei Straßen gingen ab im gelben Wald,
Und leider konnte ich nicht beide reisen,
Da ich nur einer war; ich stand noch lang
Und sah noch nach, so weit es ging, der einen
Bis sie im Unterholz verschwand;

Und nahm die andre, grad so schön gelegen,
Die vielleicht einen bessern Weg versprach,
Denn grasbewachsen kam sie mir entgegen;
Jedoch, so weit es den Verkehr betraf,
So schienen beide gleichsam ausgetreten,

weiterlesen