Der Traum eines Sklaven…

… oder das Dilemma des Sokrates.

»Ich gehe einen einsamen Weg. Ich genieße die frische Luft, die Sonne, die Vögel und das gute Gefühl, daß mich meine Füße dahin tragen, wohin sie wollen.

Am Wegesrand liegt ein schlafender Sklave. Ich trete an ihn heran und bemerke, daß er träumt. Aus seinen Worten und Gesten schließe ich … daß ich weiß, was er träumt: Der Sklave träumt davon, frei zu sein.

Sein Gesicht spiegelt Ruhe und Frieden. Ich frage mich: Soll ich ihn wecken und ihm zeigen, daß es nur ein Traum ist, damit er weiß, daß er immer noch Sklave ist? Oder soll ich ihn schlafen lassen, solang er kann, und ihn – wenn auch nur im Traum – seine imaginierte Realität genießen lassen?«

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Wenn ich noch einmal leben könnte…

Jorge Luis Borges»Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, im Nächsten Leben würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen. Ich würde nicht so perfekt sein wollen, ich würde mich mehr Entspannen.

Ich wäre ein bisschen verrückter, als ich es gewesen bin, ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen. Ich würde nicht so gesund leben. Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen, Sonnenuntergänge betrachten, mehr Bergsteigen, mehr in Flüssen schwimmen.

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Wir haben seine Herrlichkeit gesehen

Die Liebe, nach der du dich sehnst»Er, das Wort, wurde ein Mensch, ein wirklicher Mensch von Fleisch und Blut. Er lebte unter uns, und wir sahen seine Macht und Hoheit«, schrieb Johannes.

»Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, als der Herr aller Herren sich seiner Mutter und seinem Vater in allen Dingen freiwillig unterordnete. Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, als der Schöpfer des Himmels und der Erde eine Säge, einen Hammer und Nägel verwendete, um Stühle und Bänke zu zimmern. Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, als sich der Herr der Herren mit einem Handtuch gürtete und seinen Jüngern die Füße wusch. Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, als der Erfinder des Lebens an einem Kreuz starb. Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, als der Tod ihn nicht besiegen und das Grab ihn nicht gefangen halten konnten. Wir sehen seine Herrlichkeit immer noch, wenn er zu ganz normalen, gefallenen Menschen kommt. Denn die Herrlichkeit Gottes besteht nicht nur aus seiner Kraft, Größe und Majestät.

Seine Herrlichkeit besteht darin, dass er in diese Ecke des Universums, auf diesen unbedeutenden Planeten, zu armseligen Menschen kommt, weil er es nicht übers Herz bringt, dich aufzugeben. Seine Herrlichkeit besteht darin, dass er eines Tages seine Majestät ablegte und an diene Tür klopfte.
Und er ist nur für dich gekommen.«

(Quelle: John Ortberg, Die Liebe, nach der du dich sehnst.)

Den Stürmen begegnen

Dr. Jack Groppel»Wir begegnen den Stürmen des Lebens so, wie wir uns darauf vorbereitet haben.« ~ Jack Groppel ~

Dieser Satz von Dr. Jack Groppel in seinem Vortrag auf dem Willow Creek Leitungskongress in Bremen (9.-11. November) hat es in sich. Viel zu oft begegne ich Menschen die nicht darauf vorbereitet sind den Stürmen zu begegnen. Es hat den Anschein, dass sie fest mit einer lebenslangen „GutWetter-Prognose“ rechnen. Aber der Sturm kommt bestimmt!